Berufsausbildung unter Druck : Prognose zum deutschen Berufsbildungssystem bis 2025
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Berlin
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Abstract
Während die duale Berufsausbildung in den vergangenen Jahren international ein beträchtliches Renommee erlangt, sind die Ausbildungszahlen in Deutschland kontinuierlich gesunken. Vor diesem Hintergrund widmet sich die Studie des Forschungsinstituts für Bildungs- und Sozialökonomie (FIBS) der Frage, wie sich das duale System in den kommenden Jahren entwickeln wird und welche Rahmenbedingungen es beeinflussen werden. Ausgehend von der Jugendarbeitslosigkeit in Europa und zentralen Einflussfaktoren für die Diskussion über die zukünftige Rolle der beruflichen Ausbildung in Deutschland werden wesentliche Entwicklungen der vergangenen Jahre (seit 1992) im Berufsbildungssystem nachgezeichnet und die absehbaren zukünftigen Entwicklungen in eine Prognose des Berufsbildungssystems bis zum Jahr 2025 überführt. Die Zahl der neuen Ausbildungsverträge im dualen System geht bis zum Jahr 2025 um knapp ein Viertel auf 430.000 zurück, die Zahl der jungen Menschen, die eine schulische Berufsausbildung aufnehmen, bleibt hingegen mit rund 300.000 stabil. So lauten die zentralen Ergebnisse der ersten Prognose des Forschungsinstituts zum Berufsbildungssystem. Die Prognose zeigt, dass in den kommenden Jahren mit einem deutlichen Rückgang an dualen Ausbildungsplätzen zu rechnen ist. Wurden 2013 noch 531.000 neue Ausbildungsverträge unterschrieben, wird die Zahl nach aktuellen Berechnungen des Instituts in rund zehn Jahren um 100.000 sinken, während die Zahl der Plätze im Schulberufssystem konstant bei etwa 300.000 bleibt. Zwar gewinnt die schulische Berufsausbildung damit an Bedeutung, doch ist die duale Ausbildung weiterhin der größte Bereich des Ausbildungssystems. Im Hinblick auf die Attraktivität des dualen Systems zeigt sich, dass immer weniger Realschüler eine duale Ausbildung beginnen. Sie ergreifen stattdessen eine schulische Berufsausbildung oder streben über das Gymnasium oder andere Wege das (Fach-)Abitur an. Dies gilt insbesondere für junge Frauen mit Realschulabschluss. (Textauszug; BIBB-Doku)