Closing in on closure : occupational closure and temporary employment in Germany
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185159
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Bundesinstitut für Berufsbildung
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Bonn
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Abstract
"There is now ample evidence of a rise in ĺnon-standard work arrangements/ in many industrialised economies, yet only rarely does theoretical and empirical work probe the question of why the risk of temporary employment varies. Focusing on temporary employment, the author extends the scope of closure theory to an entirely new domain. He develops new and highly sophisticated measures with which to document occupational closure by measuring the scarcity of credentials for particular types of occupations and how effectively these credentials signal quality to potential employers. Similarly, by measuring the degree of task specialisation and the uniqueness of the occupations/ tasks, this work exceeds previous studies in breadth and precision. These new measures allow the author to demonstrate how professions protect their employees from temporary employment contracts." (Verlag, BIBB-Doku)
Befristet Beschäftigte erhalten geringere Löhne, haben schlechtere Arbeitsbedingungen, ein erhöhtes Arbeitslosigkeitsrisiko und verringerte Karriere-und Aufstiegschancen als ihre permanent beschäftigten Kollegen. Betroffen sind hiervon insbesondere Arbeitnehmer von ungeschützten Berufen wie soziale Helferberufe oder künstlerische Berufe. Ökonomische und soziologische Ansätze erklären die Befristung mit der Qualifikation von Individuen oder mit den Anforderungen der Stellen. Diese Forschungsansätze haben wertvolle Erkenntnisse gebracht, ignorieren aber eine zentrale Institution des deutschen Arbeitsmarktes - den Beruf. Der Beruf vermittelt zwischen den Qualifikationsanforderungen der Arbeitsplätze in den Unternehmen und den Qualifikationen und Fähigkeiten von Arbeitnehmern. Das heißt, dass Fähigkeiten und Qualifikationen berufsspezifisch sind und nicht ohne Produktivitätsverlust auf andere Berufe übertragen werden können. Berufe fragmentieren den Arbeitsmarkt in eine Vielzahl beruflicher Teilarbeitsmärkte. In der Folge sind berufliche Fachkräfte nicht beliebig untereinander austauschbar und damit in den meisten Berufen relativ knapp. Zentrale Hypothese der Dissertation ist, dass sich berufliche Schließung zum Vorteil der Arbeitnehmer auswirkt, weil die Entscheidung von Unternehmen befristete oder unbefristete Arbeitsverträge zu vergeben, von der Knappheit des berufsspezifischen Arbeitskraftangebots abhängt. Um die negativen Effekte von Befristungen zu reduzieren, sollte nach Meinung des Autors die Befristungsgesetzgebung für Beschäftigte dieser Berufe angepasst werden. (Textauszug; BIBB-Doku)
Befristet Beschäftigte erhalten geringere Löhne, haben schlechtere Arbeitsbedingungen, ein erhöhtes Arbeitslosigkeitsrisiko und verringerte Karriere-und Aufstiegschancen als ihre permanent beschäftigten Kollegen. Betroffen sind hiervon insbesondere Arbeitnehmer von ungeschützten Berufen wie soziale Helferberufe oder künstlerische Berufe. Ökonomische und soziologische Ansätze erklären die Befristung mit der Qualifikation von Individuen oder mit den Anforderungen der Stellen. Diese Forschungsansätze haben wertvolle Erkenntnisse gebracht, ignorieren aber eine zentrale Institution des deutschen Arbeitsmarktes - den Beruf. Der Beruf vermittelt zwischen den Qualifikationsanforderungen der Arbeitsplätze in den Unternehmen und den Qualifikationen und Fähigkeiten von Arbeitnehmern. Das heißt, dass Fähigkeiten und Qualifikationen berufsspezifisch sind und nicht ohne Produktivitätsverlust auf andere Berufe übertragen werden können. Berufe fragmentieren den Arbeitsmarkt in eine Vielzahl beruflicher Teilarbeitsmärkte. In der Folge sind berufliche Fachkräfte nicht beliebig untereinander austauschbar und damit in den meisten Berufen relativ knapp. Zentrale Hypothese der Dissertation ist, dass sich berufliche Schließung zum Vorteil der Arbeitnehmer auswirkt, weil die Entscheidung von Unternehmen befristete oder unbefristete Arbeitsverträge zu vergeben, von der Knappheit des berufsspezifischen Arbeitskraftangebots abhängt. Um die negativen Effekte von Befristungen zu reduzieren, sollte nach Meinung des Autors die Befristungsgesetzgebung für Beschäftigte dieser Berufe angepasst werden. (Textauszug; BIBB-Doku)