Lernen und Arbeiten an unterschiedlichen Orten? : zur Geschichte des Lernortbegriffs in der Berufs- und Erwachsenenbildung
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128425
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Abstract
Der Begriff Lernort wurde vom Deutschen Bildungsrat 1974 in die pädagogische Fachsprache und den bildungspolitischen Sprachgebrauch eingeführt. Eine systematische und umfängliche Lernortforschung gibt es seit Ende der 1970er Jahre. In der Geschichte der Berufsbildung aber wird der Lernortgedanke bereits im 18. Jahrhundert aufgegriffen. Die von der Bildungskommission genannten Lernorte (Schule, Betrieb, Lehrwerkstatt und Studio) erhalten durch ihre unterschiedlichen pädagogischen Funktionen im Lernprozess ihre Spezifität. Zunächst nur in der Berufsbildung etabliert, wird der Lernort später von der Erwachsenenbildung adaptiert. Lernorte sind in der Erwachsenenbildung die Umgebungen, die Erwachsene zum Zweck des Lernens zeitlich begrenzt aufsuchen. Durch die neuen Medien und die damit verbundene neue Lerntechnologie ist Lernen inzwischen zu jeder Zeit und an jedem Ort möglich. Durch E-Learning und Blended-Learning wachsen Lern- und Arbeitsort wieder zusammen. (BIBB2)