Lebenslanges Lernen oder Aufstiegsfortbildung? : zur Zukunft von Struktur und Steuerung der Weiterbildung : Fachkongress "Kompetenz, Dienstleistung, Personalentwicklung" (1998, Berlin)
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Berlin
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Abstract
Auf die Frage nach der künftigen Struktur und Steuerung beruflichen Lernens im Erwachsenenalter gibt es heute zwei Antworten: zum einen das Konzept eines gesellschaftlich nicht geregelten, von den Arbeitnehmern selbst organisierten lebenslangen Lernens, das formalisierte und gesellschaftlich geregelte Weiterbildung grösseren Umfangs überflüssig machen soll, und zum anderen das Konzept einer Vermehrung und finanziellen wie auch qualitativen Stärkung von Fortbildungsgängen, die zu einem strukturierten Weiterbildungssystem als einer eigenständigen vierten Säule des Bildungssystems zusammenwachsen sollen. Beide Konzepte greifen nach Ansicht der Verfasserin angesichts der aktuellen und absehbaren Entwicklung in Betrieben und Bildungssystem zu kurz. In sechs Thesen erläutert die Verfasserin ihre Position dazu und zeigt einen Ansatz zu einer tragfähigen Lösung für die Zukunft der beruflichen Weiterbildung auf. Um die Risiken einer Entwertung von Weiterbildung durch fehlende Honorierung zu vermeiden, hält sie vor allem gesellschaftlich strukturierte Berufswege und neue Muster des Berufsverlaufs für erforderlich. Diese müssten flankiert werden durch öffentlich geregelte Fortbildungen. Dazu sei die Berufsbildungspolitik des Staates und der Sozialpartner gefordert. (BIBB2)