Zielsetzung und Umfang europäischer Bildungskooperationen : Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten Willi Brase, Dr. Ernst Dieter Rossmann, Dr. Hans-Peter Bartels, weiterer Abgeordneter und der Fraktion der SPD (Drucksache 17/12894)

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Im Rahmen der europäischen Zusammenarbeit ist das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) zur Verbesserung der Jugendbeschäftigung und Zusammenarbeit im Bereich Berufsausbildung in Europa verschiedene Kooperationen eingegangen. Im Dezember 2012 hat Deutschland mit den sechs EU-Ländern Spanien, Griechenland, Portugal, Italien, der Slowakei und Lettland eine Bildungskooperation zu einer europäischen Ausbildungsallianz unterzeichnet. Vereinbartes Ziel ist es, dass bis 2020 80 Prozent aller jungen Menschen in der EU einer Beschäftigung nachgehen sollen. Zur Bewältigung dieser Aufgabe wird beim Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) eine Zentralstelle für internationale Berufsbildungskooperation eingerichtet. Vor diesem Hintergrund möchte die SPD in ihrer Kleinen Anfrage unter anderem wissen, ob angesichts der hohen Jugendarbeitslosigkeit von über 50 Prozent in mehreren Ländern Südeuropas der Erwerb von Fremdsprachen verpflichtend in die Lehrpläne der Berufsschulen aufgenommen werden soll. In ihrer Antwort verweist die Bundesregierung auf das Programm LEONARDO DA VINCI und das Sonderprogramm zur "Förderung der beruflichen Mobilität von ausbildungsinteressierten Jugendlichen und arbeitslosen jungen Fachkräften aus Europa" (MobiPro-EU). Die Bundesregierung rechne mit etwa 30.000 jungen Menschen aus dem europäischen Ausland, die Praktika oder einzelne Ausbildungsphasen in Deutschland absolvieren möchten. Einen festen Länderschlüssel für Austauschmaßnahmen gebe es nicht. Die regionale Verteilung sei nach dem Entsendeprinzip vielmehr abhängig von der Nachfrage in einem Partnerland. "Zudem verweist die Bundesregierung darauf, dass die Ausbildungsallianz die Etablierung dualer Berufsausbildungselemente in weiteren EU-Mitgliedstaaten anstrebe. Eine Annäherung der beruflichen Ausbildungssysteme könne die Mobilität während einer Berufsausbildung zwischen den Mitgliedstaaten erhöhen. Grundsätzlich könne die Ausbildungsallianz somit dazu beitragen, die Mobilität auf dem europäischen Arbeitsmarkt zu erhöhen. Davon profitiere auch der deutsche Ausbildungsmarkt." (Textauszug; BIBB-Doku)

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