Fachkräftesicherung durch Ausbildung – Potenziale von deutschen und ausländischen Jugendlichen in Engpassberufen
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Abstract
„Die Beteiligung am Ausbildungsmarkt ist aufgrund der demografischen Entwicklung seit Jahren rückläufig. Es werden weniger Ausbildungsverträge abgeschlossen und mehr Ausbildungsplätze bleiben unbesetzt. Dies gilt jedoch nicht für alle Berufe gleichermaßen.
In Berufen, in denen es seit 2013 durchgehend Engpässe am Arbeitsmarkt gibt, hat die Beteiligung an der Ausbildung sowohl von Jugendlichen als auch von Unternehmen zu-genommen. Die Ausbildungsplatznachfrage der Jugendlichen ist in Berufen mit anhaltendem Fachkräftemangel seit 2013 um 10,8 Prozent gestiegen. Die Unternehmen reagieren sogar noch wesentlich stärker auf die Eng-pässe am Arbeitsmarkt. So stieg das Ausbildungsplatzangebot in Berufen, die durchgehende Fachkräfteengpässe aufwiesen, seit 2013 um beinahe 20 Prozent. Wenn Jugendliche nicht deutlich stärker Engpassberufe als andere Nicht-Engpassberufe ergreifen würden, wäre der Fachkräftemangel am Arbeitsmarkt noch ausgeprägter. Die Ausbildungsbereitschaft von Unternehmen, die in Engpassberufen ausbilden, ist wesentlich größer als die Zahl der Jugendlichen, die sich für eine entsprechende Ausbildungsstelle bewerben. Da immer mehr Ausbildungsstellen nicht besetzt werden können, bleibt ein großes Potenzial zur Fachkräftesicherung ungenutzt. Der Anteil unbesetzter Ausbildungsstellen in anhaltenden Engpassberufen hat sich zwischen 2013 und 2022 mehr als verdoppelt (von 4,9 Prozent auf 10,7 Prozent). Der Anteil der Bewerberinnen und Bewerber, die trotz Interesse keinen Ausbildungsplatz im gewünschten Beruf finden, ist dagegen leicht gesunken (von 8,9 Prozent auf 8,2 Prozent).“ (Textauszug; BIBB-Doku)