Berufsbegleitende Studiengänge im MINT-Sektor : Zwischen Anspruch und Wirklichkeit
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182684
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Hans-Böckler-Stiftung
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Düsseldorf
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Abstract
Im Feld des berufsbegleitenden MINT-Studiums herrscht ein Primat von privaten und staatlichen Fachhochschulen (39 MINT- Studiengänge an staatlichen und 36 an privaten Fachhochschulen). Universitäten sind im Feld der berufsbegleitenden Bachelorstudiengänge im MINT-Bereich nur marginal präsent. Aufgrund fehlender Vorgaben des Akkreditierungsrates liegt die Entscheidungshoheit über Konzeption und Organisationsform berufsbegleitender Studienformate bei dem jeweiligen Anbieter. Dies führt wiederum zu einer großen Intransparenz und Heterogenität im Feld der Angebotsstrukturen. Die für den MINT-Bereich analysierten acht Angebotsformate zeichnen sich trotz der ausdrücklich formulierten Verzahnung von Theorie und (Berufs-)Praxis durch ein fehlendes Konzept von Beruf und Beruflichkeit aus. Der Anspruch der Vereinbarkeit von Beruf und Studium wird auch in Formaten, die als berufsbegleitend studierbar ausgewiesen sind, nur zum Teil eingelöst. Eine systematische Verknüpfung beruflicher und akademischer Lehr- und Lernformen findet nicht statt und wird weder in Studienordnungen, Studiengangbeschreibungen und Modulhandbüchern noch durch Studiengangkoordinatoren und Lehrende als explizites Ziel formuliert. Die berufsbegleitenden Studiengänge orientieren sich mehrheitlich an dem grundständigen Lehrangebot im MINT-Bereich. Eine Differenzierung zwischen dem grundständigen und dem berufsbegleitenden Lehrangebot findet nur vereinzelt statt. Die Lehre wird zu einem großen Teil durch hochschulexternes Lehrpersonal angeboten. Weder das hochschulexterne noch das hochschuleigene Lehrpersonal wird auf die Zielgruppe der berufstätigen und beruflich qualifizierten Studierenden (didaktisch) vorbereitet. (Textauszug; BIBB-Doku)