Bildungssysteme, soziale Ungleichheit und subjektive Schichteinstufung : die institutionelle Basis von Individualisierungsprozessen im internationalen Vergleich

bibb.id84962
dc.contributor.authorGross, Martin [Verfasser]
dc.date.accessioned2018-12-17T10:42:32Z
dc.date.available2018-12-17T10:42:32Z
dc.date.issued2000
dc.description.abstractDer Beitrag untersucht den Einfluss von Bildungssystemen auf die Kollektivierung bzw. Individualisierung sozialen Handelns. Die zentrale These lautet, dass die Strukturierung sozialen Handelns u.a. auch von intragenerationalen Mobilitätsmustern, die durch die institutionellen Rahmenbedingungen einer Gesellschaft, insbesondere durch die jeweiligen Bildungssysteme geprägt werden, abhängt. In Gesellschaften mit standardisierten, stratifizierten und differenzierten Bildungssystemen wird intragenerationale Mobilität eingeschränkt, so dass strukturell privilegierte bzw. benachteiligte, homogene und stabile soziale Klassen entstehen können. In Gesellschaften mit unstandardisierten und undifferenzierten Bildungssystemen hingegen machen instabile und heterogene soziale Lagen die Entstehung kollektiven sozialen Handelns unwahrscheinlich. Geprüft wird die These anhand von Daten aus sechs Ländern (Ungarn, West- und Ostdeutschland, Russland, Grossbritannien, USA), die im Rahmen des "International Social Justice Project" (ISJP) gewonnen wurden. Es zeigt sich, dass die subjektive Wahrnehmung sozialer Ungleichheit in credentialistischen Ländern stärker durch Bildungstitel und Klassenlage strukturiert wird als in nicht- credentialistischen. Trotz aller sonst stark betonten Individualisierungstendenzen ist besonders in der Bundesrepublik Deutschland eine ausgeprägte Strukturierung der subjektiven Wahrnehmung sozialer Ungleichheit bzw. Strukturierung der subjektiven Schichteinstufung festzustellen. Im Laufe der Deregulierung der Arbeitsmärkte ist mit weiteren Individualisierungsschüben zu rechnen. (BIBB2)
dc.description.versionreferiert
dc.format.accompanyingmaterialzahlr. Literaturangaben, Tab.
dc.format.extentS. 375-396
dc.identifier.urihttps://bibb-dspace.bibb.de/handle/BIBB/696986
dc.language.isode
dc.relation.ispartofZeitschrift für Soziologie : ZfS
dc.relation.ispartofvolume29 (2000), H. 5
dc.subject.classificationS 1 Stufen der Berufsbildung
dc.subject.classificationT 4.9 Pädagogik
dc.subject.classificationG 2.4.1 Bildungs- und Berufswege
dc.subject.classificationG 2.4.2 Lebenskonzepte, -stile, Werte
dc.subject.classificationG 1.3.3.3 Mobilität
dc.subject.classificationI 2.2.2 Osteuropa
dc.subject.classificationI 2.1.2 Alte Bundesländer
dc.subject.classificationI 2.1.1 Neue Bundesländer
dc.subject.classificationI 2.2.1 Westeuropa
dc.subject.classificationI 2.3.2 Nordamerika
dc.subject.otherBildungssystem
dc.subject.otherInternationaler Vergleich
dc.subject.otherBildung
dc.subject.otherSoziale Ungleichheit
dc.subject.otherSoziales Handeln
dc.subject.otherIndividualisierung
dc.subject.otherIntergenerationenmobilität
dc.subject.otherQuantitative Angaben
dc.subject.otherUngarn
dc.subject.otherWestdeutschland
dc.subject.otherOstdeutschland
dc.subject.otherRussland
dc.subject.otherGroßbritannien
dc.subject.otherUSA
dc.titleBildungssysteme, soziale Ungleichheit und subjektive Schichteinstufung : die institutionelle Basis von Individualisierungsprozessen im internationalen Vergleich
dc.typeText
dc.typeZeitschriftenaufsatz

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