Erforschung von Gruppenprozessen in der Erwachsenenbildung
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Neuwied
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Abstract
Das Lernen in Gruppen gilt allgemein als Charakteristikum und Vorzug der institutionalisierten Erwachsenenbildung. Der Lerngruppe wird sowohl für den kognitiven Lernerfolg als auch für das psychosoziale Selbstkonzept Erwachsener eine positive Bedeutung beigemessen. Diese Einschätzung wird jedoch durch empirische Untersuchungen relativiert: die Gruppe wirkt nicht nur lernfördernd, sondern auch lernhemmend, und viele Teilnehmer erwarten eher eine direktive Seminarleitung als eine Selbststeuerung der Gruppe. Der Verfasser stellt in seinem Beitrag Ergebnisse der erwachsenenpädagogischen Gruppenforschung dar und überprüft sie auf Konsequenzen für die Bildungspraxis hin. Als Defizit dieser Forschung stellt er die unzureichende Verschränkung der Dimension der sozialen Beziehungen einerseits und des Inhalts andererseits fest. (BIBB2)