Fachkräftebedarf und Qualifizierungsstrategien der Wirtschaft in Niederösterreich : Unternehmensbefragung und Stellenangebotsanalyse
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154718
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Institut für Bildungsforschung der Wirtschaft
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Wien
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Abstract
Die Studie zeigt auf, welche Qualifikationen in der niederösterreichischen Wirtschaft aktuell besonders gefragt sind und welche Qualifikationen von den Betrieben auch in naher Zukunft für besonders wichtig angesehen werden. Die wesentlichen Themen der Erhebung, an der sich rund 640 Unternehmen in Niederösterreich beteiligt haben, waren die Situation der Unternehmen im Bereich Rekrutierung, Fachkräftebedarf und Fachkräftemangel nach formaler Qualifikation sowie betriebliche Bildungsarbeit auf allen Ebenen. Aufgrund des Stellenwertes der Hochschulqualifikationen wurde diesem Thema besondere Aufmerksamkeit gewidmet. Die Befragungsergebnisse zeigen, dass Unternehmen am häufigsten Schwierigkeiten bei der Rekrutierung von Erwerbspersonen mit Lehrabschluss haben. Technische Fachkräfte sind häufiger schwer zu finden als kaufmännische Fachkräfte. Dies trifft keineswegs nur auf Graduierte zu. Große Unternehmen haben beispielsweise häufger Rekrutierungsprobleme bie Erwerbspersonen mit HTL-Abschluss, erst danach rangiert die FH-Technik und die UNI-Technik. Im kaufmännischen Bereich ist der Fachkräftemangel seltener anzutreffen. Die mit Abstand häufigsten Rekrutierungsstrategien der Unternehmen in Niederösterreich sind die Einschulung von neuem Personal, die Lehrlingsausbildung und die Rekrutierung bereits qualifizierter Fachkräfte vom Arbeitsmarkt. Rund 60 Prozent der Betriebe ab 10 Beschäftigten bilden häufig Lehrlinge aus, weitere knapp 20 Prozent selten, 64 Prozent der Betriebe waren 2010/11 stark weiterbildungsaktiv, weitere 23 Prozent gelegentlich." (Verlag, BIBB-Doku)