Selbstgesteuertes Lernen in Schule und Betrieb
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Abstract
Selbstgesteuertes Lernen als zentrale fächerübergreifende Kompetenz gewinnt im Kontext des lebenslangen Lernens an Bedeutung. Der Beitrag klärt unter Rückgriff auf das Rahmenmodell von Boekarts (1999), was unter selbstgesteuertem Lernen zu verstehen ist und untersucht, wie selbstgesteuertes Lernen gefördert, erfasst und gemessen werden kann. Mit der direkten und indirekten Förderung werden zwei mögliche Ansätze unterschieden, die unterschiedliche Auswirkungen auf die Gestaltung der Lernumgebung zur Folge haben. Die Vorteile des indirekten Förderansatzes werden herausgestellt und auf Modellversuche verwiesen, die sich mit Förderkonzepten befassen. Die Erfassung von Selbstlernkompetenz, die im Gegensatz zu Qualifikationen nicht direkt prüfbar ist, beschränkt sich in der Praxis zumeist auf den Einsatz von Fragebogen, deren Verwendung problematisiert wird. Für zukünftige Forschungsvorhaben sollte die übliche Praxis einer fragebogenbasierten Erfassung von Lernstrategien durch handlungsnahe Analysen ergänzt werden, um die Validität des Lernstrategieinventars zu überprüfen. (BIBB)