Beruflichkeit zwischen institutionellem Wandel und biographischem Projekt
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157739
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VS Verl. für Sozialwissenschaften
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Wiesbaden
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BIBB-Mitarbeiter
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Abstract
"Der Lebensberuf, die Ausübung eines einmal 'gelernten' Berufes von der Ausbildung bis zum Ruhealter, war auch im 20. Jahrhundert in weiten Segmenten beruflich organisierter Arbeit keineswegs die Regel. Als klassisches Beispiel gelten in der Berufsforschung die Kfz-Mechaniker, die sehr oft schon bald nach ihrer Ausbildung andere Tätigkeiten ausübten - ohne dabei notwendig ihr berufliches Selbstbild aufzugeben. Die im zweiten Band der Reihe belegte Entwicklung zu Diskontinuierung und Subjektivierung von Arbeit wird im dritten Band mit der Frage aufgenommen, ob der im Zuge der europäischen Prozesse induzierte Wandel der Institutionen der Berufsbildung einen Gegentrend auf Seiten der Subjekte provoziert. So mehren sich die empirischen Hinweise, dass die im Arbeitsleben Stehenden trotz institutioneller Deregulierung und zunehmender Prekarisierung auf ihrer subjektiven Beruflichkeit bestehen, die sich nicht an Berufsklassifikationen festmacht. Sie lässt den Beruf eher als biographisches Projekt erscheinen, als permanente Herstellung eines mehr oder weniger individuellen Zuschnitts durch Ausbildung, 'lebenslange' Weiterbildung und Erfahrung geprägter Arbeitskraft und Identität." (Verlag) Der Band versammelt im ersten Teil Beiträge, die aktuelle Entwicklungen im deutschen Sonderweg beruflicher Organisation von Arbeit in den Blick nehmen. Diesen Darstellungen folgt der Blick zurück, der zeigt, dass die Frage des Wandels von Beruflichkeit keine Erfindung des ausgehenden 20. und beginnenden 21. Jahrhunderts ist, sonderen ein die kapitalistische Produktionsweise begleitendes Phänomen. Die Sicht von außen auf die Fragestellung geben Beiträge zur beruflichen Sozialisation in europäischen Gesellschaften. Im letzten Teil des Bandes wird das Thema aus der Perspektive einer Pädagogik des Erwerbs und der Berufssoziologie betrachtet. (BIBB-Doku)