Handwerk - nicht mehr Ausbilder der Nation? : Übergangsprobleme von der handwerklichen Ausbildung ins Beschäftigungssystem
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125562
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Institut für sozialwissenschaftliche Forschung
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München
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Abstract
Über den Lehrstellenmangel gibt es eine lebhafte, kontroverse politische Diskussion. Längst nicht im gleichen Ausmaß gilt das für die mindestens ebenso bedeutsamen Fragen: Was geschieht mit den Auszubildenden nach der Lehre? Überwinden sie die zweite Schwelle, finden sie einen Arbeitsplatz? Entspricht er ihrer Ausbildung? Die aktuelle Studie des Instituts für Sozialwissenschaftliche Forschung e.V - ISF München, nimmt sich dieser Thematik an und bearbeitet einen beschäftigungspolitisch besonders wichtigen Aspekt dieses Fragenkomplexes, nämlich die Ausbildung über Bedarf im Handwerk. Bisher konnten viele Handwerksgesellen und -gesellinnen in Industrie, Handel und öffentlichem Dienst einen Arbeitsplatz finden. Mit einem breit gefächerten Instrumentarium untersuchen die Autoren die Bedingungen und Entwicklungen dieses Arrangements und zeigen, dass die Symbiose, die lange Zeit Nachfrage und Angebot auf dem Arbeitsmarkt harmonisierte, in Auflösung begriffen ist. Sie stellen erhebliche Übergangsprobleme von der handwerklichen Ausbildung in das Beschäftigungssystem fest. Dies betrifft nicht nur die Auszubildenden, sondern auch das Handwerk selbst, denn die Strategie vieler Handwerksbetriebe, durch Überausbildung die künftige Fachkräfteversorgung sicherzustellen, erweist sich zunehmend als grundlegend fragwürdig. Diese Erkenntnis hat weit reichende Konsequenzen für die berufliche Bildung. (BIBB2)