Plädoyer für die Verwendung berufsbezogener Normen im Kontext der Berufseignungsdiagnostik
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Abstract
Bei berufseignungsdiagnostischen Fragestellungen geht es darum, Voraussagen über die berufliche Eignung (Ausbildung/Studium/ Berufstätigkeit) zu machen. Die kritische Frage, die sich bei der Verwendung von Datenquellen (Schulnoten, Ergebnisse psychologischer Testverfahren und Fragebögen, Assessment Center, Vorstellungsgespräch) stellt, ist die nach der Güte der Vorhersage des jeweiligen Kriteriums. Validitätsangaben (Zusammenhang zwischen den Testergebnissen und beruflicher Leistungshöhe) allein reichen in der konkreten Entscheidungssituation nicht aus, da sie keine Auskunft zur erforderlichen Höhe der Merkmalsausprägung (z.B. allgemeine Intelligenz) geben. Ein alternativer Weg, die Eignungsanforderungen für eine Berufstätigkeit zu ermitteln, besteht in der Berechnung von berufsbezogenen Normen. Dem Konzept liegt die Annahme zugrunde, dass sich die beruflichen Anforderungen in den Merkmalsausprägungen der Berufsvertreter widerspiegeln. (BIBB2)