Zur Situation von Männern in "Frauen-Berufen" der Pflege und Erziehung in Deutschland : eine Überblicksstudie
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129049
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Berlin
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Abstract
In den Tätigkeitsfeldern und den von Jugendlichen immer wieder gewählten Ausbildungswegen lassen sich sehr stabile Felder geschlechtlicher Segregation festmachen: So genannte "Frauen-" und "Männerberufe". So gibt es in der Liste der zehn meist gewählten Ausbildungsberufe von Mädchen und Jungen mit Ausnahme des Berufs der Kauffrau bzw. des Kaufmanns keinerlei Überschneidungen. In den ausgeübten Berufsfeldern selbst können einige ausgemacht werden, in denen der Anteil von Frauen oder Männern jeweils mehr als 80 Prozent der Berufstätigen ("Frauen-/Männerberuf") umfaßt. Im Rahmen eines vom "Bildungsnetz Berlin für geschlechtergerechte Bildung und Beschäftigung" durchgeführten Projektes soll nun erstmalig auch die Motivation von Jungen zu Entscheidungen für so genannte "Frauenberufe" Eingang in die verschiedenen Projektbestandteile finden. Als Teil dieses Vorhabens konzentriert sich die hier vorgelegte Studie auf "fürsorgende" Berufe. Neben statistischen Angaben werden die Ergebnisse von sechs mit Erziehern und Pflegern geführten Interviews präsentiert, die zur Beantwortung folgender Fragen dienen sollen: Was ist der aktuelle Stand der Situation von Männern in Pflege- und Erziehungsberufen? Welches sind die gesellschaftlichen Konfliktlinien, die Männer hindern, Berufe dieser Art zu ergreifen? Welches sind die Konfliktlinien aus individueller Sicht, bei der Männer in diesem Berufsfeld gezielte Unterstützung in der Ausbildung und im Berufsleben benötigen? Welche Modifikationen in der Ausbildung von Erzieher/innen können vorgenommen werden? Welche Möglichkeiten sind ersichtlich, jugendliche Männer zu einer entsprechenden Berufswahl zu motivieren? Lassen sich Förderschwerpunkte für ein Gender Mainstreaming der Berufszweige absehen? (BIBB2)