Folgen der Akademisierung der Arbeitswelt : Wechselwirkungen von Arbeits- und Betriebsorganisation, betrieblichen Qualifizierungsstrategien und Veränderungen im Bildungssystem
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183146
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Hans-Böckler-Stiftung
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Düsseldorf
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Abstract
Mehr als jeder zweite Schulabgänger beginnt heute ein Studium. Naht deshalb das Ende der betrieblichen Ausbildung? Die Autoren haben sich anhand von 18 Fallstudien in der Metall- und Elektrobranche sowie im Einzelhandel und der Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT) ein Bild von der Lage in den Betrieben gemacht. Demnach ist Berufsausbildung ist keineswegs obsolet - auch wenn sie insbesondere in Form des dualen Studiums Konkurrenz bekommen hat. Die klassische Berufsausbildung stellen die wenigsten Unternehmen infrage. Deren "Theorie-Praxis-Verhältnis sowie die umfassende berufliche Handlungskompetenz", die dabei vermittelt werden, erfreut sich den Forschern zufolge aufseiten der Betriebe nach wie vor höchster Wertschätzung. Für alle drei untersuchten Branchen gilt außerdem: Sie ziehen die betriebsinterne Qualifizierung dem Anwerben von Fachkräften auf dem externen Arbeitsmarkt vor. Das duale Studium bietet sich Unternehmen daher als Lösung an, um einerseits dem eigenen Interesse an einer Ausbildung im Betrieb und andererseits dem Wunsch junger Leute mit guten Schulabschlüssen nach höherer Bildung gerecht zu werden. Stärkere Verdrängungseffekte haben die Forscher in großen Unternehmen der Metall- und Elektro- sowie der IKT-Branche identifiziert. Hier geht das Angebot dualer Studiengänge teilweise zulasten der Berufsausbildung. Im Einzelfall spielen dabei ganz unterschiedliche Faktoren eine Rolle. So halten Unternehmen mit deutschen Eigentümern eher an der Berufsausbildung fest, Amerikaner setzen stärker auf Akademisierung. Auch die Unternehmensstrategie ist entscheidend: Wo der Schwerpunkt auf heimischer Qualitätsproduktion liegt, wird die nicht-akademische Ausbildung oft favorisiert; geht die Tendenz allerdings dahin, sich in Deutschland auf Forschung und Entwicklung zu konzentrieren und die Fertigung ins Ausland zu verlagern, kommen eher duale Studienangebote zum Zuge. (Textauszug; BIBB-Doku)
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