Der Nutzen der beruflichen Beratung aus Sicht der Berufswähler : Anmerkungen zu einem Forschungsdesiderat : Berufswahl. Sozialisations- und Selektionsprozesse an der ersten Schwelle (1995, Nürnberg)
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Nürnberg
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Abstract
"Der Beitrag geht der Frage nach, wie die subjektiven Urteile ehemaliger Ratsuchender über den Nutzen der beruflichen Beratung einzuordnen sind. Am Beispiel einer schriftlichen Erhebung bei Studierenden und einer persönlichen Befragung von Blinden wird dargelegt, dass die Bewertung der Berufsberatung signifikant niedriger ausfällt als der subjektiv empfundene Nutzen anderer Beratungsinstitutionen. Die Sekundäranalyse der Datensätze gibt keinen Hinweis darauf, dass die subjektiven Bewertungen auf methodischen Artefakten beruhen. Weder sind die Bewertungen auf methodischen Artefakten beruhen. Weder sind die Bewertungen durch Rückerinnerungsprobleme beeinträchtigt, noch konnte die attributionstheoretisch begründete Annahme bestätigt werden, dass ein Teil der Varianz im Nützlichkeitsurteil durch die Kontrollüberzeugung, die Leistungsorientierung oder den Erfolg der Befragten erklärbar ist. Die gesonderte Betrachtung von Studierenden, die sich in einer Berufswahlkrise befinden, legt vielmehr die Vermutung nahe, dass die subjektive Bewertung der beruflichen Beratung eine Diskrepanz indiziert zwischen den Beratungsbedürfnissen und dem Grad der Befriedigung dieser Bedürfnisse. Der Autor regt die empirisch-analytische Begründung der Beratungsarbeit auf der Basis eines kombinierten entscheidungs- und persönlichkeitsorientierten Ansatzes an. Als Ausgangspunkt formuliert er ein Konzept, dass die Beratungsbedürfnisse auf der kognitiven, der evaluativen, der affektiven und der Verhaltens- Dimension gleichermassen berücksichtigt." (Autorenreferat, IAB- Doku)