Ethnic German migration since 1989 : results and perspectives¶A
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Bonn
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Abstract
Die Bundesrepublik Deutschland ist innerhalb Europas das Land mit der weitaus meisten Zuwanderung. Dennoch verzichtet sie bislang weitgehend auf eine systematische Steuerung der Immigration. Eine gesonderte Rolle spielt die historisch bedingte und verfassungsrechtlich begründete Zuwanderung deutschstämmiger Spätaussiedler aus Osteuropa, die durch Auswahlkriterien (Sprachtest), eine de facto-Quotierung und eine zunächst eingeschränkte räumliche Freizügigkeit in Deutschland gekennzeichnet ist. Obwohl der ökonomische Effekt der Zuwanderung von Ausländern und Aussiedlern insgesamt positiv zu bewerten ist, zeichnen sich seit der allgemeinen Verschlechterung der wirtschaftlichen Lage in Deutschland Probleme ab. Aussiedler haben ähnliche soziale und ökonomische Integrationsschwierigkeiten wie Ausländer. Junge Aussiedler, die keine kulturelle und sprachliche Beziehung mehr zu Deutschland haben, sind in der Überzahl. Sprachdefizite und das Fehlen einer qualifizierten Ausbildung beschränken ihre Arbeitsmarktperspektiven häufig auf einfache Dienstleistungen oder körperliche Arbeit; die Arbeitslosigkeit der erwerbsfähigen Spätaussiedler ist in den letzten Jahren gestiegen. Deutschland - so das Fazit dieser Analyse - braucht eine gezielte Zuwanderungspolitik, um die Transparenz und Kalkulierbarkeit des Immigrationsverfahrens zu gewährleisten und damit auch die soziale Akzeptanz von Aussiedlern und Ausländern in der deutschen Gesellschaft zu erhöhen. Ein deutsches Zuwanderungsgesetz könnte auf Strukturen aufbauen, die im Ansatz bereits für die Einreise von Aussiedlern vorhanden sind." (Autorenreferat, IAB-Doku)