Aktuelle Fragen der Berufsbildungspolitik
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101394
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Abstract
Anlässlich der Einweihung eines neuen IHK-Bildungszentrums umreisst der Bildungsminister die gegenwärtige Situation im Bildungsbereich, insbesondere in der Berufsbildung. Diese Situation stellt sich in den alten und neuen Bundesländern unterschiedlich dar. Er kritisiert die Praxis in den neuen Bundesländern, bei der Ausbildungsplatzentwicklung den bestehenden Zustand festzuschreiben und zum Jahresbeginn die Ausbildungslücken vom Bund durch Sonderprogramme schliessen zu lassen. Statt dessen muss erwartet werden, dass die am Ausbildungsprozess Beteiligten alle Anstrengungen unternehmen, um für ein ausreichendes Ausbildungsplatzangebot zu sorgen. Um auch in Zukunft den erforderlichen Fachkräftenachwuchs gewinnen zu können, sieht die Berufsbildungspolitik folgende Schwerpunkte: stärkere Differenzierung der beruflichen Ausbildung, engere Verzahnung von beruflicher Aus- und Weiterbildung sowie die Realisierung der Forderung nach mehr Gleichwertigkeit von beruflicher und allgemeiner Bildung, ferner die stärkere Berücksichtigung der europäischen Anforderungen nach dem Vertrag von Maastricht. Für den Bereich der Weiterbildung fordert er die Beibehaltung der marktwirtschaftlichen Organisation als Grundlage, wogegen der Staat nur für die unverzichtbaren Rahmenbedingungen zuständig sei. (BIBB)