Fachkräfteengpässe in Unternehmen : Geschlechterunterschiede in Engpassberufen ; Studie
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172246
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Köln
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Abstract
Die vorliegende Studie des vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie geförderten Kompetenzzentrums Fachkräftesicherung (KOFA) hat die geschlechtsspezifischen Unterschiede in Engpassberufen untersucht. Für den Zeitraum von August 2011 bis April 2015 werden in 96 von 619 analysierten Berufsgattungen anhaltende Fachkräfteengpässe ausgemacht. "Die meisten Engpässe gab es mit 20 Berufsgattungen im Berufsfeld 'Gesundheit, Soziales und Bildung'. In den Berufsfeldern 'Bau- und Gebäudetechnik' sowie 'Energie, Elektro und Mechatronik' bestanden mit 15 beziehungsweise 13 Engpassberufen ebenfalls viele Knappheiten. Anhaltende Engpässe bestehen, wenn die Zahl an registrierten Arbeitslosen mit diesem Zielberuf im gesamten Betrachtungszeitraum nicht ausreicht, um alle offenen Stellen zu besetzen." Männertypische Berufe sind dabei stärker von Engpässen betroffen als frauentypische Berufe, wobei hier die größten Engpässe im naturwissenschaftlichtechnischen Bereich bestehen. In frauentypischen Berufen bestehen die größten Engpässe im Gesundheitswesen. Insgesamt waren 23 Prozent aller männertypischen und 14 Prozent aller frauentypischen Berufe von Engpässen betroffen. Die Kategorisierung "männertypisch" beziehungsweise "frauentypisch" heißt in diesem Zusammenhang: über 70 Prozent der der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in den jeweiligen Berufen sind männlich bzw. weiblich. Neben der derzeitigen Engpasssituation in frauen- und männertypischen Berufen wird darüber hinaus die damit eng verbundene Teilzeittätigkeit in Engpassberufen analysiert. Die Ausweitung der Arbeitszeit bietet in naturwissenschaftlich-technischen Berufen nur wenig Potenzial zur Reduzierung von Engpässen, während eine stärkere Erwerbsbeteiligung von Frauen Engpässe mildern könnte. (Textauszug, BIBB-Doku)