Gemeinsam Schritt für Schritt – Begrenzungen und Potentiale des Validierungsverfahrens aus der Perspektive von Menschen mit Behinderungen : eine Analyse am Beispiel der Zusammenarbeit zwischen ValiKom Transfer und TalentPASS
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Abstract
„Die abschlussorientierte Validierung ermöglicht es Menschen, die über berufliche Erfahrungen in einem Tätigkeitsfeld verfügen, aber keinen (verwertbaren) Berufsabschluss haben, ihre erworbenen Kompetenzen zertifizieren zu lassen und damit sichtbar zu machen. Auch für Menschen, die aufgrund einer Beeinträchtigung keine Berufsausbildung abschließen konnten und sich stattdessen durch ein Job Coaching und/oder mit Unterstützung ihrer Vorgesetzten und Kolleg:innen am Arbeitsplatz qualifiziert haben, bietet das Verfahren eine neuartige Chance zur (formalen) Anerkennung ihrer beruflichen Kompetenzen. Dass das Validierungsverfahren für diese Personengruppe ein passender Entwicklungsweg sein kann, wurde insbesondere durch die Verbindung der beiden Projekte ValiKom Transfer und TalentPASS deutlich: Im Rahmen von TalentPASS konnten Menschen mit Behinderungen, die auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt tätig sind, ein Zertifikat über ihre berufsrelevanten Kenntnisse und Fähigkeiten erhalten und sich gezielt weiterqualifizieren. Hierdurch gestärkt und mit weiterer, bedarfsgerechter Unterstützung konnte ein Teil der Teilnehmenden auch das ValiKom-Verfahren der Kammern absolvieren.Zur Erkenntnisgewinnung über diese projektübergreifende Zusammenarbeit sowie die Ausgangslagen und Entwicklungsmöglichkeiten der Zielgruppe wurden Interviews mit TalentPASS-Mitarbeitenden an allen beteiligten Standorten, mit den zuständigen Kammermitarbeitenden sowie mit ausgewählten Teilnehmenden und Unternehmen geführt. Auf Basis der gesammelten Daten werden nachfolgend die Begrenzungen und Potentiale einer Teilnahme am Validierungsverfahren aus der Perspektive von Menschen mit Behinderungen aufgezeigt.“ (Autorenreferat; BIBB-Doku)