Der demografische Wandel und seine Folgen für die Sicherstellung des Fachkräftenachwuchses
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Bundesinstitut für Berufsbildung
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Bonn
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BIBB-Mitarbeiter
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Abstract
Wie viele Jugendliche können in den kommenden Jahren überhaupt noch für einen Ausbildungsplatz im dualen System gewonnen werden? Das Diskussionspapier geht dieser Frage nach und berechnet die Entwicklung des Nachfragepotenzials bis zum Jahre 2020. Unter Nachfrage wird dabei das Interesse der Jugendlichen an betrieblicher Berufsausbildung verstanden. Darüber hinaus beschäftigen sich die Autoren mit der Frage, in welchem Ausmaß die Betriebe sich des drohenden Fachkräftemangels bewusst sind und welche Strategien die Betriebe verfolgen, um den zukünftigen Fachkräftebedarf zu decken, und welche flankierenden bildungspolitischen Maßnahmen angedacht sind. Zusammenfassend ziehen die Autoren folgendes Fazit: "Infolge der demografischen Entwicklung wird die Nachfrage der Jugendlichen nach dualer Ausbildung von 2008 an deutlich sinken. Während in Ostdeutschland der Einbruch des Nachfragepotenzials sehr rasch erfolgt und bereits 2011 abgeschlossen sein wird, verteilt sich der Rückgang in Westdeutschland relativ kontinuierlich auf die kommenden zwölf Jahre. Es fällt den Unternehmen eher schwer, langfristige, d.h. auf Jahre hin angelegte Konzepte der Sicherstellung des Fachkräftebedarfs zu entwickeln. Wenn auch die Bildungspolitik die Auswirkungen des demografischen Einbruchs auf die Personalbeschaffungsmöglichkeiten der Betriebe nicht völlig auszuschalten vermag, so stehen ihr dennoch verschiedene Strategien offen, um diese zumindest abzumildern. Dazu zählt, bislang nicht genutzte 'Ressourcen' für die Nachwuchssicherung zu erschließen. In Deutschland verbleibt immer noch rund jeder Siebte der nicht studienberechtigten Schulabsolventen ohne Schulabschluss. Gelänge es, diese Jugendlichen im Rahmen einer Qualifizierungsoffensive auszubilden, stünden bis 2020 rund eine Million Fachkräfte mehr zur Verfügung." (Autorenreferat, BIBB-Doku)
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