Berufsbildungsbericht 1991
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109892
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Publisher
Bock
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Bad Honnef
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Abstract
Im Prozess der deutschen Einheit müssen zwei Berufsbildungssysteme zusammengeführt werden, die fachlich starke gemeinsame Wurzeln haben. Vor diesem Hintergrund wird der 15. Berufsbildungsbericht vorgelegt. Er geht entsprechend dem Einigungsvertrag von einheitlichem Bundesrecht für das gesamte Bundesgebiet aus - mit Massgaben und Übergangsregelungen für die neuen Länder. (Das Bildungswesen der DDR war ideologisch instrumentalisiert. Auch die berufliche Bildung blieb davon nicht frei. Die Entfaltungsmöglichkeiten junger Menschen wurden vielfach von politischen Kriterien ausgehend bestimmt.) In den alten Bundesländern ist die beste Ausbildungsplatzbilanz seit Bestehen der BR Deutschland erreicht worden. Das Ausbildungsplatzangebot übertrifft die Nachfrage um rund 18 Prozent. Die Zahl der noch nicht vermittelten Ausbildungsplatzbewerber war Ende September 1990 so gering wie noch nie seit Einführung der Statistik. Die Vermittlungschancen für junge Frauen haben sich ebenfalls wesentlich verbessert und entsprechen jetzt annähernd denen junger Männer. Die Anzahl junger Ausländer, die eine Berufsausbildung beginnen, ist auch kräftig gestiegen. Während also in den alten Bundesländern ein zunehmender Bewerbermangel festzustellen ist, konnten in den neuen Bundesländern den Jugendlichen quantitativ ausreichende Bildungsmöglichkeiten nur mit intensiver Unterstützung aller an der Berufsbildung Beteiligten geboten werden. Ende Oktober 1990 hatten knapp 123 000 Jugendliche einen neuen Berufsbildungsvertrag abgeschlossen; rund 80 v.H. werden nach westdeutschen Ausbildungsordnungen ausgebildet, die übrigen 20 v.H., das sind 25 000 Jugendliche, werden in Berufen nach der Systematik der Facharbeiterberufe der DDR ausgebildet. Damit ist die Umstellung auf Ausbildungsberufe nach dem Berufsbildungsgesetz der BR Deutschland und der Handwerksordnung schon 1990 in hohem Masse gelungen.