Arbeit poor : unterwegs in der Dienstleistungsgesellschaft
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Kunstmann
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München
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Abstract
"Die Dienstleistungsgesellschaft ist unsere Zukunft, heisst es, und das Beispiel USA wird uns von Politikern als leuchtendes Vorbild vorgehalten. Wie aber sieht das "Jobwunder" für die Leute aus, die diese Jobs machen? Die Autorin hat es im Selbstversuch erkundet. Um herauszukriegen, wie man im sogenannten "Niedriglohnsektor" von seiner Hände Arbeit leben kann, liess sie sich als Zimmermädchen in einer Hotelkette und als Putzfrau bei einer Reinigungsfirma anstellen, arbeitete als Serviererin in einem Fastfood-Restaurant, als aufopfernde Pflegekraft im Altersheim und als Verkäuferin bei Wal-Mart. Sie erfuhr, dass bei Einstellungen von Persönlichkeits- und Drogentests, kaum aber von Stundenlohn und Arbeitsbedingungen gesprochen wird und Handtaschen jederzeit kontrolliert werden dürfen. Sie stellte fest, wieviel Kenntnisse und Fähigkeiten auch die angeblich einfachen Tätigkeiten erfordern - und wie schnell mit zunehmender Erschöpfung der Mut verloren geht, sich gegen Schikanen und unzumutbare Arbeitsbedingungen zur Wehr zu setzen. Dass schliesslich das Geld, das man verdient, hinten und vorne nicht reicht, ja wie teuer es ist, in unserer Gesellschaft von wenig Geld leben zu müssen: Wer sich etwa die Mieten in der Stadt nicht leisten kann, zahlt dafür bei den Fahrtkosten drauf." (Autorenreferat, IAB-Doku)