Auf dem Prüfstand: Das duale System : Satellitenmodell - Vorschlag für eine alternative Ausbildungsstruktur

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"Is the (german) model broken?" Dieser Frage sehen sich die Deutschen zunehmend ausgesetzt. Sie gilt nicht zuletzt dem System der Ausbildung in Betrieb und Berufsschule. Anpassung geänderte Bedingungen oder Zerbrechen des Systems ist allenthalben die Alternative. Mit diesem Beitrag soll eine alternative Ausbildungsstruktur vorgeschlagen werden, die an der Vermittlung eines berufsbezogenen Qualifikationsbündels festhält, jedoch eine höhere betriebs- und personenbezogene Differenzierung zulässt. Das in Gesprächen mit Unternehmen entwickelte "Satelliten-Modell" soll am Beispiel der im Jahre 1987 neu geordneten Berufe der Metallindustrie vorgestellt werden: Der Ansatz unterscheidet zwischen Kernkompetenz und Wahlpflichtbausteinen. Die Kernkompetenz umfasst dabei alle Ausbildungsinhalte, die in der Ausbildungsordnung (beispielweise zum Industriemechaniker) für das erste und zweite Ausbildungsjahr vorgesehen sind. Mit diesem Kern (einem "Planeten" vergleichbar) werden untereinander gleichwertige, jedoch verschiedene Wahlpflichtbausteine ("Satelliten") verknüpft, die aus einem offenen Katalog (einer Rechtsverordnung) nach dem Bedarf des Ausbildungsbetriebs ausgewählt und im Ausbildungsvertrag vereinbart werden. Dabei soll das Satellitenmodell in den neu geordneten Berufen der Metall- und Elektroindustrie das Fachrichtungsmodell keineswegs ersetzen; es wird vielmehr vorgeschlagen, das Satellitenmodell alternativ zum Fachrichtungsmodell anzubieten. (IAB2)

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