Dokumentation der Abschlussveranstaltung des Modellversuchs "Innerbetriebliche Qualifizierung an- und ungelernter Arbeitnehmer in einem stahlerzeugenden Unternehmen" am 22. Juni 1993 im Technologie-Zentrum Siegen
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103413
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Siegen
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Abstract
Der Band stellt einen Qualifizierungsansatz vor, der im Rahmen eines Modellversuchs von der Krupp Stahl AG in Zusammenarbeit mit dem Bundesinstitut für Berufsbildung vom 1. Januar 1990 bis zum 31. März 1993 innerhalb der Werksgruppe Siegen/Hagen in die Praxis umgesetzt wurde. Das Konzept der Lernstatt beruht auf einer engen räumlichen und didaktischen Verbindung von Arbeiten und Lernen und wurde hier im weitesten Sinne als Selbstlernsystem zur Anpassungsqualifizierung von Mitarbeitern auf der unteren Hierarchieebene angewandt. Aus der Sicht aller Beteiligten hat sich das Lernstattkonzept als geeignetes Instrument zur Diagnose von Qualifikationsdefiziten erwiesen. Es leistet als methodisch- didaktisches Instrument der beruflichen Weiterbildung einen wesentlichen Beitrag zur Verbesserung der Mitarbeiterqualifikation, insbesondere bei lernungewohnten Mitarbeitern. Gleichzeitig werden die betroffenen Lerngruppen an der Entwicklung und Erprobung von effektiven Lehr- und Lernmitteln für die arbeitsplatzbezogenen Qualifikationen beteiligt. Durch die Verbindung von Arbeiten und Lernen in der Lernstatt wird das Lernen von Fach- und Handlungswissen systematisch auf die technischen und organisatorischen Anforderungen der Arbeitsumgebung bezogen, so dass nicht nur die aktuell benötigte Mindestqualifikation erzeugt wird, sondern ein dauerhafter Lernprozess in Bewegung gesetzt wird. (BIBB2)