Bleiben Frauen bei den Versuchen einer Verbesserung der Durchlässigkeit zwischen beruflicher und allgemeiner Bildung "auf der Strecke"? : eine Untersuchung des nordrhein- westfälischen Modellversuchs "Meister-Studium"
item.page.bibb.id
92329
Loading...
Date
Journal Title
Journal ISSN
Volume Title
Publisher
item.page.bibb.publisherplace
item.page.bibb.participation
item.page.bibb.citedinbibb
item.page.bibb.researchfocus
item.page.bibb.reviewof
item.page.bibb.citationdr
Abstract
Am Beispiel des nordrhein-westfälischen Modellversuchs "Meisterstudium" wird untersucht, ob und inwieweit der "dritte Bildungsweg" (berufliche Qualifikation als Studienvoraussetzung) für Frauen aus Frauenberufen Entwicklungschancen eröffnet. Es zeigt sich, dass Einkommens- und Karrierenachteile, die Frauen bereits häufig im System der beruflichen Aus- und Weiterbildung erfahren, durch den dritten Bildungsweg nicht kompensiert werden können. Vielmehr werden Benachteiligungen potenziert. Probleme beider Vereinbarung von Studium und Familie, die Bindung an den Herkunftsberuf wirken sich auf die geringere Studienbeteiligung von Frauen aus. Es wird sichtbar, dass der kompensatorische Ansatz des Meisterstudiums Frauen nicht in dem Masse wie Männern zugute kommt. Grundsätzlich könnten sich jedoch für Frauen durch das Meisterstudium Optionen ergeben, frühere bildungs- oder berufsbiographische Entscheidungen zu revidieren. (BIBB2) Der Modellversuch "Meister-Studium" bietet die Möglichkeit der Aufnahme eines Fachhochschulstudiums für beruflich Qualifizierte ohne Überprüfung der Studierfähigkeit. Der Beitrag berichtet über die sozialwissenschaftliche Untersuchung des Modellversuchs hinsichtlich seiner geschlechterspezifischen Auswirkungen.(LI).