Alter und Innovation : Befunde aus der Beschäftigtenstatistik

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"Bei dem zu beobachtenden Altern der Bevölkerung stellt sich die Frage nach der künftigen Wettbewerbsfähigkeit des Industriestandorts Deutschland, der mit gealterten Belegschaften am Weltmarkt bestehen muss. Besonders akzentuiert könnte die Problemlage bei innovationsintensiven Tätigkeitsfeldern sein, in denen die hohen Anforderungen an aktuelles Wissen, Belastbarkeit und Kreativität nach dem "Defizit-Modell" des Alterns eher mit Jugend assoziiert werden. Folglich müssen Unternehmen besonders in innovationsnahen Tätigkeiten der Industrie eine rapide Verjüngung anstreben. Eine Untersuchung der westdeutschen Industrie zwischen 1990 und 1996 zeigt jedoch, dass es bei "Innovatoren" (Ingenieure, Techniker) keinen überdurchschnittlichen altersselektiven Personalabbau gegeben hat. Vielmehr ist die allgemeine "Verjüngung" der Industriebelegschaften auf den deutlichen Personalabbau in der Grossindustrie, der im Wesentlichen über Altersabgänge geregelt wurde, zurückzuführen. In der Entwicklung der industriellen Personalstruktur findet sich also kein Beleg für die These vom Alter als spezifisches Innovationsproblem." (Autorenreferat, IAB- Doku)

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