Arbeitsidentitäten in vergleichenden Perspektiven: die Rolle der nationalen und sektoralen Kontextvariablen
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Abstract
Arbeitnehmer sehen sich in wachsendem Maße damit konfrontiert, ihre Beschäftigungsfähigkeit durch laufende Anpassung ihres Kompetenzprofils und Steuerung ihrer eigenen individuell gestalteten Laufbahn sicherzustellen. Solche Entwicklungstendenzen betreffen zunehmend Beschäftigte aller Qualifikationsstufen sowohl in den Produktions- wie auch in Dienstleistungsbereichen. Im vorliegenden Artikel wird der Standpunkt vertreten, dass die Mehrzahl der europäischen Arbeitnehmer der mittleren Qualifikationsstufe nicht über das erforderliche Rüstzeug verfügt, sich zu einem unternehmerischen Arbeitnehmertypus entwickeln zu können, welcher durch individuelle Kompetenzprofile, internalisierte Steuerungsmechanismen und das Primat der überfachlichen gegenüber fachlichen Kompetenzen gekennzeichnet ist. Im Mittelpunkt steht die Frage, in welchem Umfang verschiedene nationale und sektorale Kontexte günstige oder ungünstige Bedingungen dafür schaffen, dass Arbeitnehmer die Fähigkeit zur Bewältigung umfassender Veränderungen im Erwerbsleben entwickeln können. (BIBB2)