Reflexive Verwissenschaftlichung und kultureller "Imperialismus" des Managements
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Abstract
In dem Beitrag wird die These vertreten, dass sich die "systemische" Rationalisierung als ein Prozess reflexiver Verwissenschaftlichung im Sinne Becks interpretieren lässt. "Reflexive Verwissenschaftlichung ist ein Prozess, der sich nicht nur organisationsintern oder zwischen Organisationen, sondern auch im Verhältnis von Organisation, Person und Gesellschaft abspielt." Darauf aufbauend diskutiert der Autor verschiedene Elemente einer Theorie des Manangements. Dabei wird zunächst auf das Problem der zunehmenden Kapitalintensität der Produktion und die sich daraus ergebenden Folgen für die Unternehmens- und Arbeitsorganisation eingegangen. Als ein Steuerungsansatz wird das Konzept der Unternehmenskultur betrachtet, die - so die These des Autors - im Unternehmenspaternalismus zum kulturellen "Imperialismus" des Managements wird. Am Beispiel von Rekrutierung und Personalwerbung sowie der betrieblichen Weiterbildung wird gezeigt, wie unternehmerische Macht auf die Ebene der Sozialisiation und Selbstanpassung der Beschäftigten zurückverlagert und dadurch unauffällig und anonym gemacht wird. Unter dem gleichen Gesichtspunkt werden das Organisationskonzept der Gruppenarbeit und die betriebliche Arbeitszeitpolitik betrachtet. (IAB)