Das Selbstkonzept von Auszubildenden in überbetrieblichen Ausbildungseinrichtungen in Bezug auf ausbildungsrelevante Merkmale und daraus abgeleiteter Handlungsbedarf
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158729
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Abstract
Bisher liegt nur wenig Datenmaterial über Ausbildungsabbrüche in überbetrieblichen Bildungseinrichtungen vor. Die vorliegende Studie möchte dazu beitragen, dieses Forschungsdesiderat zu schließen. Im Rahmen einer quasi-experimentellen Studie wurde der Einfluss des Selbstkonzepts von Auszubildenden auf ausbildungsrelevante Merkmale, wie Leistungsverhalten, Berufswahl und Zufriedenheit mit der Ausbildung untersucht. Die Ergebnisse lassen den Schluss zu, dass sowohl Selbstkonzepte als auch Kontrollüberzeugungen als Quelle für die Vorhersage ausbildungsrelevanter Merkmale wie der Berufswahlreife, der Abbruchneigung oder der Ausbildungszufriedenheit angesehen werden können. Es zeigen sich teils überraschende Zusammenhänge, wie etwa, dass Auszubildende mit einem relativ hohen Selbstkonzept der Problembewältigung eher geneigt sind, ihre Ausbildung abzubrechen und sich einen neue Betrieb oder Beruf zu sichern. Ferner neigen Jugendliche mit hoher externaler Kontrollüberzeugung offenbar dazu, ihre jetzige Berufsausbildung quasi im Nachhinein zu ihrem Wunschberuf hochzustilisieren. Die Arbeit schließt mit einem Vorschlag für ein Beratungskonzept, welches sich auf die Laufbahntheorie und die darin integrierten beruflichen Entwicklungsstadien bezieht. (BIBB-Doku)