Systemische Vorgaben und individuelle Aufwands- und Ertragsbilanzen der "Modernisierung des Qualifikationsstocks" im neuen Deutschland
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Stuttgart
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Abstract
"Bilanzierung von Bildungsprozessen sind Alltagsgeschäft auch von Bildungsökonomie und Politik. Ihnen geht es vornehmlich um den Zusammenhang zwischen der Entwicklung der Qualifikationen im makroökonomischen Bereich ganzer Gesellschaften oder im mikroökonomischen der Betriebe und der Entwicklung der Wirtschaft als Lebensnerv moderner Gesellschaften. Bilanziert werden hier gesellschaftlicher oder einzelbetrieblicher Aufwand und Ertrag der 'Modernisierung des Quialifikationsstocks', wie er sich in erhöhten Abiturientenquoten oder erhöhten Quoten der Weiterbildungsbeteiligung niederschlägt. Die Bilanzierung von Bildungs-, speziell Weiterbildungsprozessen durch die Träger der Qualifikation selbst wird im öffentlichen Diskurs dagegen kaum thematisiert. Dem entspricht, dass die einschlägige Forschung eher nach Motivationsbarrieren sucht, die es zu überwinden gilt; das Interesse der einzelnen Qualifikanten an Curriculum und längerfristigem Resultat der Bildungsetappen zu ergründen und in Überlegungen zu ihrer Gestaltung einzubeziehen, bleibt die Ausnahme. Es ist die Absicht des Beitrags, am Beispiel des aktuellen Weiterbildungsgeschehens zu verdeutlichen, wie sehr die individuellen, subjektiven Bilanzierungen von Bildungsaufwand und -ertrag, in permanenter, dennoch dem einzelnen nicht notwendig immer präsenter Auseinandersetzung, 'Interaktion' mit den Vorgaben und Reaktionen der Umwelt, das Interesse an Bildungsprozessen steuern, wenn Entscheidungsfreiheit für oder gegen Weiterbildungsmassnahmen gegeben ist." (Autorenreferat)