Segment: Betriebliche Weiterbildung : Kapitel 9
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Abstract
Die betriebliche Weiterbildung ist ein zentraler Teil des Lernens Erwachsener; sie ist zudem der Teilbereich der Weiterbildung mit der höchsten Reichweite (mit einem Anteil von 69% an allen Weiterbildungsaktivitäten nach dem AES 2012). Auf europäischer Ebene stehen für diesen Bereich der Weiterbildung zwei komplementäre Datenquellen zur Verfügung: erstens der seit 1993 bislang viermal durchgeführte Continuing Vocational Training Survey (CVTS), der für die betriebliche Weiterbildung detaillierte, europaweit vergleichbare Daten aus der Unternehmensperspektive bereitstellt, und zweitens der (nach einer Erprobung im Zeitraum 2005 bis 2009) nun zum ersten Mal verpflichtend europaweit durchgeführte Adult Education Survey (AES), der zum Lernen Erwachsener detaillierte Informationen aus der Perspektive der Individuen liefert. Auch wenn in der Fachöffentlichkeit breite Übereinstimmung hinsichtlich der Bedeutung betrieblicher Weiterbildung besteht, so ist doch ihre Abgrenzung, d.h. die Wahl der Abgrenzungskriterien und deren Operationalisierung, immer wieder Gegenstand von Diskussionen. Im Beitrag werden drei Unschärfebereiche oder kritische Punkte der Definition und Operationalisierung betrieblicher Weiterbildung diskutiert, die teilweise auch schon in früheren Berichten über den nationalen AES angesprochen wurden: 1. betriebliche Weiterbildung ohne Berufsbezug/aus privaten Gründen, 2. betriebliche Weiterbildung bei Ansprüchen auf bezahlte Freistellung für Bildung und 3. betriebliche Weiterbildung in der Freizeit oder mit finanzieller Beteiligung der Individuen. Im Weiteren werden zentrale Ergebnisse der Erhebung zur betrieblichen Weiterbildung dargestellt, die die Gestaltung betrieblicher Weiterbildung, den Zugang bzw. die Einbeziehung verschiedener Beschäftigtengruppen in die betriebliche Weiterbildung und die Weiterbildungsbeteiligung nach betrieblichen Merkmalen umfassen. (BIBB-Doku)