Suchtprävention an beruflichen Schulen
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Abstract
Auszubildende besitzen einen überproportional hohen Anteil an Alkohol-, Tabak- und Cannabiskonsumenten. Während Betriebe eher ungeeignet für die Durchführung von Präventionsmaßnahmen sind, eignen sich berufliche Schulen besonders durch die Beschulung im Klassenformat. In welchem Umfang berufliche Schulen Suchtprävention betreiben, ist unklar. Die Autoren untersuchen die Verbreitung, Inanspruchnahme und den Einfluss von Präventiv- und Gesundheitsfördermaßnahmen in Berufs- und Berufsfachschulen, um so Schulen, Betrieben und Förderern, beispielsweise den Krankenkassen, Informationen zugänglich zu machen, die auch für eine Ressourcenplanung benötigt werden. Als Grundlage dienten eine Kohortenstudie in den Jahren 2012 bis 2014 der am stärksten besetzen Ausbildungsgängen in sieben zufällig ausgewählten Bundesländern sowie eine Befragung der beruflichen Schulen in den Befragungsregionen des Jahrgangs 2017/2018. Die Aussagen der Auszubildenden wurden mit denen der entsprechenden Schulen zusammengefasst, um so Zusammenhänge zwischen dem Angebot der Schulen zum Thema Suchprävention sowie der Bekanntheit und Inanspruchnahme dieser seitens der Auszubildenden festzustellen. Zentrale Ergebnisse sind unter anderem, dass Angebote zur Suchtprävention oft nur wenigen Schülern bekannt sind. Die Autoren kommen zu dem Schluss, dass die Einstellung von geschultem Personal als Suchtberater bzw. eine flächendeckende Fortbildung der Lehrkräfte zu dem Thema Sucht vorteilhaft wären. (BIBB-Doku)