Differenzierte Verzeitlichungsformen der Arbeitslosigkeit : Beobachtungen bei langzeitarbeitslosen Hochschulabsolventen im östlichen Ruhrgebiet
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108371
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Abstract
Der Beitrag will aufzeigen, dass sich hinter dem äusserlich als homogen erscheinenden Block der Langzeitarbeitslosen sehr differenzierte, trotzdem typisierbare erwerbsbiographische Verlaufsmuster sehr verschiedener Arbeitskräftegruppen verbergen. Der Autor geht davon aus, dass man durch das Studium von Lebensläufen langfristig arbeitsloser Akademiker zusätzliche Hinweise auf die zeitbezogenen subjektiven und objektiven Momente (Perioden-, Kohorten- und Lebenslaufeinflüsse), sowie die Vermittlungsmechanismen beider Momentsphären in der Konstituierung von Langfristarbeitslosigkeit erhalten kann. In einem ersten Schritt werden zunächst die gesellschaftlichen Hintergründe für die gewachsene Bedeutung der individuellen Erwerbsbiographie, die qualifikationsbedingte Notwendigkeit einer kontinuierlichen Beschäftigung und die spezifische Dialektik zwischen den objektiv vorgegebenen (beruflichen) Laufbahnen und den subjektiven Entscheidungsvarianten dargestellt, wie sie in den verschiedenen theoretischen Ansätzen in den Sozialwissenschaften in jüngster Zeit diskutiert werden. Im zweiten Schritt werden dann mehrere berufsgruppenspezifische Laufbahntypen gebildet und mittels Varianzanalyse hinsichtlich ihrer zeitlichen Dimensionierung untersucht. Aus der statistischen Prüfung folgt im dritten Schritt die Interpretation der Signifikanzen jener herausgefilterten erwerbsbiographischen Muster. (IAB2)