Zur Konstruktion des ordentlichen Menschen : Normierungen in Ausbildung und Beruf
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89425
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Verl. der Ges. zur Förderung Arbeitsorientierter Forschung und Bildung
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Frankfurt/Main
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Abstract
Die Studie befasst sich mit Selektionsprozessen im Berufsbildungssystem und damit verknüpften Formen abweichenden Verhaltens. Am Beispiel von Abgängern aus Haupt- und Sonderschulen wird gezeigt, wie Risiken beruflicher Selektion zugleich auch Risiken der sozialen Ausgrenzung bis hin zur Kriminalisierung beinhalten. Betriebliche Ausbilder und Berufsschullehrer des dualen Systems als Träger der beruflichen Selektionsprozesse wurden zum Stellenwert devianter Verhaltensweisen der auszubildenden Jugendlichen in Betrieb, Berufsschule und Freizeit befragt. Untersucht wurde, welche alltagspraktischen Deutungsmuster von Fehlanpassung/ Devianz Lehrer und Ausbilder haben und inwieweit diese Grundlage von Selektionsentscheidungen bilden (Lehrstellenbewerbung und betriebliche Übernahme), welche sozialen Spielräume und Entscheidungszwänge bei innerbetrieblicher Normsetzung und Befriedung beruflich erfolgloser Jugendlicher (Lehrbeginn und Lehrverlauf) bestehen, in welchem Masse Berufsschule und Ausbildungsbetrieb untereinander und mit den Instanzen der offiziellen Sozialkontrolle (Jugendamt, Polizei/Gericht) kooperieren. Die Arbeit entstand im Sonderforschungsbereich 186 der Universität Bremen, der sich mit Statuspassagen und Risikolagen im Lebensverlauf befasst. Im Anhang sind die Gesprächsleitfäden der Interviews dokumentiert. (BIBB)