Ethnic diversity in compulsory schooling and occupational choices : can diversity increase the supply in care-oriented occupations
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Abstract
“We investigate the effect of ethnic diversity on occupational choices, particularly in care-oriented occupations which are scarce in many high-income countries. We use administrative data of all students in Switzerland to study two diversity dimensions: ethnic fractionalization and ethnic polarization. We exploit variation across school cohorts to identify causal effects. We find opposing effects: ethnic fractionalization increases care-oriented occupations, while ethnic polarization reduces them. One mechanism could be that ethnic fractionalization enhances social skills and thereby the benefits of choosing care-oriented occupations. Thus, not only is the share of nonnative peers in schools important, but also the overall ethnic composition.” (authors’ abstract; BIBB-Doku)
„Der demografische Wandel und insbesondere die Alterung der Bevölkerung in industrialisierten Ländern führen zu einem steigenden Bedarf an Care-Berufen wie Pflege, Sozialarbeit oder Betreuung. Vor diesem Hintergrund ist es wichtig, die Faktoren zu verstehen, die die Wahl junger Menschen für diese Berufe beeinflussen. Zeitgleich zur alternden Bevölkerung nimmt die Migration zu, was sich in der ethnischen Zusammensetzung der Schulklassen widerspiegelt. Die bisherige Forschung untersuchte vor allem den Einfluss ethnischer Diversität auf schulische Leistungen, während langfristige Auswirkungen auf die Berufswahl weitgehend unbeachtet blieben. Zudem wurde ethnische Vielfalt meist lediglich über den Anteil von Migrantinnen und Migranten gemessen und nicht differenziert betrachtet. Eine neue Studie des «Leading House» untersucht deshalb den Zusammenhang zwischen ethnischer Diversität an der obligatorischen Schule und die nachfolgende Berufswahl von Jugendlichen. Dabei fokussiert die Studie auf die Berufswahl im Care-Bereich und unterscheidet zwischen ethnischer Fragmentierung (dem Vorhandensein vieler kleiner ethnischer Gruppen) und ethnischer Polarisierung (dem Vorhandensein weniger grosser ethnischer Gruppen). Die Ergebnisse zeigen, dass ethnische Fragmentierung die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass Jugendliche einen Care-Beruf wählen. Gleichzeitig sinkt die Wahrscheinlichkeit, einen kaufmännischen Beruf zu ergreifen. Ethnische Polarisierung zeigt hingegen den gegenteiligen Effekt. Die Studie deutet darauf hin, dass fragmentierte Schulumfelder die Entwicklung sozialer Kompetenzen fördern können, welche besonders relevant für Care Berufe sind. Polarisierte Schulumfelder scheinen interethnische Interaktionen hingegen eher zu erschweren. Die Ergebnisse verdeutlichen damit, dass unterschiedliche Formen ethnischer Vielfalt langfristige Auswirkungen auf Bildungs- und Berufsentscheidungen haben können.“ (Autorenreferat; BIBB-Doku)
„Der demografische Wandel und insbesondere die Alterung der Bevölkerung in industrialisierten Ländern führen zu einem steigenden Bedarf an Care-Berufen wie Pflege, Sozialarbeit oder Betreuung. Vor diesem Hintergrund ist es wichtig, die Faktoren zu verstehen, die die Wahl junger Menschen für diese Berufe beeinflussen. Zeitgleich zur alternden Bevölkerung nimmt die Migration zu, was sich in der ethnischen Zusammensetzung der Schulklassen widerspiegelt. Die bisherige Forschung untersuchte vor allem den Einfluss ethnischer Diversität auf schulische Leistungen, während langfristige Auswirkungen auf die Berufswahl weitgehend unbeachtet blieben. Zudem wurde ethnische Vielfalt meist lediglich über den Anteil von Migrantinnen und Migranten gemessen und nicht differenziert betrachtet. Eine neue Studie des «Leading House» untersucht deshalb den Zusammenhang zwischen ethnischer Diversität an der obligatorischen Schule und die nachfolgende Berufswahl von Jugendlichen. Dabei fokussiert die Studie auf die Berufswahl im Care-Bereich und unterscheidet zwischen ethnischer Fragmentierung (dem Vorhandensein vieler kleiner ethnischer Gruppen) und ethnischer Polarisierung (dem Vorhandensein weniger grosser ethnischer Gruppen). Die Ergebnisse zeigen, dass ethnische Fragmentierung die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass Jugendliche einen Care-Beruf wählen. Gleichzeitig sinkt die Wahrscheinlichkeit, einen kaufmännischen Beruf zu ergreifen. Ethnische Polarisierung zeigt hingegen den gegenteiligen Effekt. Die Studie deutet darauf hin, dass fragmentierte Schulumfelder die Entwicklung sozialer Kompetenzen fördern können, welche besonders relevant für Care Berufe sind. Polarisierte Schulumfelder scheinen interethnische Interaktionen hingegen eher zu erschweren. Die Ergebnisse verdeutlichen damit, dass unterschiedliche Formen ethnischer Vielfalt langfristige Auswirkungen auf Bildungs- und Berufsentscheidungen haben können.“ (Autorenreferat; BIBB-Doku)
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