Über (sprachliche) Bildung zum Beruf: Sind bessere Berufsbildungschancen für junge Menschen mit Migrationshintergrund auch in Deutschland möglich?
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136528
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Abstract
Leistungsdisparitäten, wie sie sich in internationalen Vergleichstests des allgemeinbildenden Schulwesens oder beim Übergang in die Berufsbildung zeigen, werden zumeist Faktoren zugeschrieben, die bei den Lernern begründet sind. Insbesondere fehlende oder mangelhafte Sprachkenntnisse werden kritisiert. Die Autorin zeigt in ihrem Beitrag auf, dass die Bemühungen zu einer besseren (sprachlichen) Bildung und damit mehr Chancengleichheit nicht zuletzt deshalb unzureichend waren, weil sie mitgebrachte Potenziale (z.B. Erstsprachen) nicht ausreichend berücksichtigten und der Vielfalt der Lernenden als Ressource nicht gerecht wurden. Ausgehend von einem Rückblick auf bildungspolitisches Bemühungen um Integration berichtet die Autorin über Ergebnisse der jüngsten Schulleistungsvergleichsstudien und einige zentrale Ansatze bisheriger Suche nach Ursachen für die Leistungsdisparitäten zwischen Schülern mit und ohne Migrationshintergrund. Für den berufsbildenden Bereich zeigt sie eine Handlungsperspektive auf, die im Rahmen des Modellprogramms "FÖRMIG - Förderung von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund" entwickelt wird. (BIBB-Doku)