Lernmotivation in der kaufmännischen Ausbildung aus der Perspektive von Auszubildenden unterschiedlicher Berufe
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Abstract
Die in dem Beitrag vorgestellte Studie ist Teil eines grösseren Forschungsprojekts, in dem untersucht wird, inwieweit Auszubildende verschiedener kaufmännischer Berufe selbstbestimmt und motiviert lernen. Ca. 900 Auszubildende aus sechs verschiedenen Ausbildungsberufen wurden zu den spezifischen Bedingungen der Lehr- Lern-Umgebung (Betrieb und Berufsschule) befragt, die aus theoretischer Sicht identifiziertes, intrinsisch motiviertes und interessiertes Lernen unterstützen. Forschungsleitende Fragestellungen waren, inwieweit sich die Einschätzungen für die Lernorte unterscheiden, inwieweit die Einschätzungen der Auszubildenden in Abhängigkeit vom Ausbildungsberuf und vom Lehrjahr variieren und ob sich Geschlechtsunterschiede erkennen lassen. Im Mittel schätzen die Auszubildenden das Motivierungsgeschehen an den beiden Lernorten Berufsschule und Betrieb unterschiedlich ein. Verglichen mit dem Betrieb lernen die Auszubildenden in der Berufsschule deutlich weniger häufig selbstbestimmt motiviert. Detaillierte berufsspezifische Analysen zeigen jedoch, dass Lernmotivation und ihre Bedingungen auch berufs- und bereichsspezifisch betrachtet werden müssen. Massnahmen zur motivationsförderlichen Gestaltung von Unterrichts- und Ausbildungsbedingungen, die diese Befunde berücksichtigen, werden diskutiert. (BIBB2)