Erfassung und Bewertung informell erworbener Kompetenzen - Realistische Möglichkeit oder bildungspolitische Utopie?
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84927
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Neuwied
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Abstract
Die in informellen Lernprozessen erworbenen beruflichen Kompetenzen finden bislang grösstenteils keinen Niederschlag in Zeugnissen und Zertifikaten. Gleichwohl ist das Erfahrungswissen oftmals von entscheidender Bedeutung für den Berufserfolg. Gelänge es, diese Kompetenzen zu erfassen, zu bewerten und damit transparent zu machen, wäre dies eine wichtige Voraussetzung, um ungenutzte Potentiale aufzudecken und Strategien zu ihrer Nutzung zu entwickeln. Der Verfasser erörtert die Frage, inwieweit Erfassung, Bewertung und Anerkennung von Kompetenzen, die in informellen Lernprozessen erworben werden, realisierbar ist. Er kommt zu dem Schluss, dass die Umwandlung intuitiven Wissens in validierte, offiziell anerkannte Kenntnisse mittels objektiver messtechnischer Verfahren nicht gelingen könne. Subjektivität müsse als wesentliches Element eines Bewertungskonzepts akzeptiert werden. Kompetenzen seien in einem Dialogprozess zwischen Beurteiler und Beurteiltem festzustellen. Kompetenzbewertung stelle eine vorrangige Führungsaufgabe dar. (BIBB2)