Vom Monoberuf über Flexibilisierungskonzepte zum Individualberuf? Wenn Berufsbildungsforschung ihren Gegenstand zu verlieren droht
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172405
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Abstract
"Die Auseinandersetzung mit der überwiegend akademischen Kritik am Konzept von Beruf und Beruflichkeit ist Gegenstand des Beitrags, der auf die Bedeutung des Berufs für Individuum, Wirtschaft und Gesellschaft in Deutschland eingeht. Anhand empirischer Beispiele sowie des Ablaufs und der Organisation von Neuordnungsprozessen, die vom BIBB begleitet werden, weisen die Autoren nach, dass die Vorwürfe mangelnder Flexibilität und Anpassungsfähigkeit der Berufsausbildung durch die Dynamik der Anforderungen und neuer Strukturkonzepte nicht aufrecht erhalten werden können. Die Kritik der beiden Autoren richtet sich insbesondere an die Berufsbildungsforschung, die Gefahr läuft, sich immer stärker von berufsrelevanten Forschungsfragen zu entfernen. Der Beitrag wagt einen Blick ins Jahr 2025, der fiktiv davon ausgeht, dass sich standardisierte Berufsprofile zu Individualberufen weiterentwickelt hätten, die den Auszubildenden größere Entscheidungsoptionen einräumen. Dabei wird herausgearbeitet, welche Kompetenzen und organisationalen Strukturen eine solche Entwicklung voraussetzt, wenn sie gelungene Bildungs- und Erwerbsbiografien bei jungen Menschen ermöglichen soll. Der Beitrag schließt mit der Einordnung der Beruflichkeit in die aktuelle Diskussion um den Fachkräftebedarf." (Hrsg., BIBB-Doku)