Analyse von Ausbildungsabbrüchen im Kontext der Leistungsmotivation
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Abstract
"Bisherige Forschungsarbeiten zum Thema 'vorzeitige Auflösung von Ausbildungsverträgen' haben sich nicht ausreichend mit motivationstheoretischer Einordnung beschäftigt. Um die langfristige Wirksamkeit präventiver Maßnahmen zur Reduzierung der hohen Abbruchquoten sicherzustellen, erscheint dies jedoch notwendig. Die vorliegende Arbeit versucht, diese Forschungslücke ansatzweise zu schließen. Dabei wurde anhand vier ausgewählter Objekttheorien (VIE-Theorie, Selbstbestimmungstheorie, Selbstbewertungsmodell, 'theory of delay in gratification') der Frage nach objekttheoretischer Einordnung der Abbruchgründe nachgegangen. Empirische Grundlagen bildeten qualitativ durchgeführte Interviews (N=10) und eine standardisierte Befragung von 177 Berufsschülern verschiedener Ausbildungsberufe. Die Ergebnisse der qualitativen Untersuchung sprechen für die grundsätzliche Eignung aller vier Objekttheorien, wobei die Theorie des 'process of delay in gratification' und die Selbstbestimmungstheorie den größten Erkenntniswert besitzen. Diese weisen bei der Gesamtstichprobe und einer Reihe von Unterstichproben sehr signifikante Ergebnisse auf." Die Ergebnisse unterstreichen auch die Wichtigkeit der Leistungsmotivation für das Abbruchgeschehen. (Autorenreferat, BIBB-Doku)