Studie zu Bildungschancen : Was wirklich zählt (Themenheft)
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Abstract
"7,2 Prozent aller Jugendlichen verließen im Jahr 2009 die Schule ohne einen Hauptschulabschluss. Dabei variiert die Quote je nach Region und Bundesland sehr stark: Den niedrigsten Anteil hat der bayrische Landkreis Forchheim mit 2,4 Prozent, dagegen verlässt in der kreisfreien Stadt Wismar (Mecklenburg-Vorpommern) jeder vierte Jugendliche die Schule ohne Abschluss (26,6 Prozent). Bestimmend für diese regionalen Unterschiede sind zum einen sozioökonomische Faktoren wie eine hohe Arbeitslosenquote und eine hoher Anteil von Schülerinnen und Schülern an Förderschulen. Zum anderen spielt die Zugehörigkeit eines Kreises zu einem Bundesland eine entscheidende Rolle. Dies weist auf einen hohen Einfluss der jeweiligen Schulpolitik hin. Dagegen gibt es keine messbare Auswirkung der Pro-Kopf-Verschuldung einer Kommune, und auch Stadt-Land-Unterschiede spielen keine Rolle." Trotz schlechter Ausgangsbedingungen schaffen es Städte und Kreise, die Zahl der erfolgreichen Abschlüsse zu erhöhen. Diese setzen sich besonders aktiv mit den Themen Bildung und Jugendhilfe auseinander; die Schulsozialarbeit und früh einsetzende Präventionsmaßnahmen sind hier häufig besonders gut ausgebaut. Dies sind Ergebnisse einer Studie der Caritas, die untersucht hat, welche Faktoren für Schulbildungsabschlüsse von Jugendlichen relevant sind, welche Gegebenheiten vor Ort einen statistisch belegbaren Einfluss auf die Quote der Schulabgänger ohne Hauptschulabschluss haben und wie ein gelingender Bildungsweg aussehen kann. (Textauszug; BIBB-Doku)