Berufsbildung und Beschäftigung - der Wert des Berufsprinzips : 45. Studiengespräch des IW Köln, 10.-12. Mai 1999
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Köln
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Abstract
Die beruflichen Anforderungen unterliegen einem schnellen Wandel. Die duale Berufsausbildung benötigt deshalb mehr Praxisnähe und Flexibilität. Der Verfasser fordert die Reform des dualen Systems unter Beibehaltung des Berufsprinzips sowie der konsequenten Orientierung an den vier Grundprinzipien des lernenden Unternehmens: Kundenorientierung; Führung mit Ziel- statt durch umfassende Detailvorgaben; Mobilisierung der Kreativitätspotentiale der Mitarbeiter; interner Wettbewerb. Die Ausbildungsordnungen sollten permanent modernisiert und unabhängig gemacht werden von schnell veraltenden spezifischen Fachinhalten. Das Ausbildungssystem müsse neue Schlüsselqualifikationen fördern, die Auszubildende befähigen, den Anforderungen der Betriebe auch in Zukunft zu entsprechen. Die Beibehaltung des Berufsprinzips sichere dabei die Qualität der Berufsausbildung auf der Grundlage bundesweit, besser noch europaweit definierter qualifizierter Standards und schaffe Transparenz am Arbeitsmarkt. Zudem werde durch die Verbindung von fachlicher Kompetenz und Persönlichkeitsentwicklung auf ein lebensbegleitendes, selbstorganisiertes Lernen vorbereitet. Der Verfasser fordert zudem, zur Verzahnung von Aus- und Weiterbildung mit dem Ziel des lebenslangen Lernens die Schaffung neuer Wege der beruflichen Entwicklung sowohl in horizontaler als auch in vertikaler Richtung. Diese müssten zu bundesweit bzw. europaweit anerkannten Abschlüssen führen. Daneben sollte es möglich sein, dass qualifizierte Weiterbildungsabschlüsse auch im Hochschulbereich anerkannt werden. (BIBB2)