Forschungs- und wissensintensive Wirtschaftszweige : Produktion, Wertschöpfung und Beschäftigung in Deutschland sowie Qualifikationserfordernisse im europäischen Vergleich
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143276
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Niedersächsisches Institut für Wirtschaftsforschung
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Hannover
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Abstract
Die Bereitschaft zum sektoralen Strukturwandel zu Gunsten forschungsintensiver Industrien und wissensintensiver Dienstleistungen ist ein konstituierendes Element der technologischen Leistungsfähigkeit einer Volkswirtschaft. Der sektorale Strukturwandel hat immense Konsequenzen für die Anforderungen an die Qualifikationserfordernisse der Erwerbstätigen, kann aber gleichzeitig auch an Grenzen stoßen, die ihm durch das "Innovationssystem" gesetzt werden. In der aktuellen Diskussion ist dabei die Verknappung von akademischen Qualifikationen in den Vordergrund gerückt. Vor allem Schlüsselqualifikationen für technologische Innovationen - Naturwissenschaftler und Ingenieure - sind in den vergangenen Jahrzehnten immer weniger ausgebildet worden. Vor diesem Hintergrund hat die Expertenkommission Forschung und Innovation (EFI) ein Forschungsvorhaben zur Analyse der Entwicklung von "Wirtschaftsstrukturen und Produktivität" in Auftrag gegeben. Ein erstes Gutachten hierzu wurde 2008 vorgelegt. Bei dem hier vorliegenden Gutachten handelt es sich um eine Fortschreibung und Aktualisierung. Auch hier steht die Analyse konjunktureller Entwicklungen und Verschiebungen zwischen forschungs- und nicht forschungsintensiven Industrien im Mittelpunkt (Kapitel 2). Weitere Fragestellungen sind, ob und wie schnell sich der Dienstleistungssektor von der Industrie "absetzt" und wie sich die Chancen für Wachstum und neue Beschäftigungsmöglichkeiten in wissensintensiven Bereichen im Vergleich zu denen im übrigen Dienstleistungssektor unterscheiden. In Abschnitt 4 werden die Veränderungen der Qualifikationsanforderungen im Wachstums-, Strukturwandel- und Innovationsprozess betrachtet. Neben der nationalen Sicht wird im diesjährigen Bericht zusätzlich eine internationale Querschnitts-/Zeitreihe vorgelegt, die schwerpunktmäßig europäische Länder und Regionen in den Blick nimmt. (BIBB-Doku)