Jugend, Bildung und Zivilgesellschaft : Anregungen zur Bildungsdiskussion

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Düsseldorf

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Der Sachverständigenrat Bildung bei der Hans-Böckler-Stiftung schlägt in seiner dritten Empfehlung zur Reform des Bildungssystems eine Veränderung der Aufgaben der Schule vor. Dieser Empfehlung liegt die Annahme zugrunde, dass bestimmte schulische Arrangements junge Menschen zu verantwortungsvollem Verhalten ermutigen können und dass dies ihr Leben als Erwachsene prägen wird. Der Sachverständigenrat empfiehlt deshalb, die Schule solle ihrer Arbeit das Prinzip Verantwortung zugrundelegen: die Schüler sollen u. a. für ihr eigenes Lernen altersgemäss Verantwortung übernehmen, Entscheidungen über den eigenen Bildungsweg treffen und im Unterricht die Erfahrung machen, dass die Lebensverhältnisse wie die Gesellschaft beeinflussbar und mitgestaltbar sind. Zudem solle der Umgang mit Differenz als Beitrag zur Verbesserung des sozialen Zusammenlebens gelehrt werden. Zu vermitteln sei dazu interkulturelle Kompetenz, Umgang mit der Geschlechterdifferenz sowie mit Benachteiligten. Der Sachverständigenrat empfiehlt eine Schule, in der alle Jugendlichen, begabte wie benachteiligte, gefördert werden, in der eine solide Basis an Wissen und Kompetenzen vermittelt wird und in der die Lehrer Vorbild in der Übernahme von Verantwortung sind. An den Staat stellt der Sachverständigenrat die Forderung, den Schulen ein hohes Mass an Eigenverantwortung zu geben. (BIBB2)

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