Entwicklungslogisch strukturierte berufliche Curricula: vom Neuling zur reflektierten Meisterschaft
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Abstract
Der Auswahl, Begründung und Anordnung von Lehrinhalten für die berufliche Bildung wurden in der berufspädagogischen Diskussion der letzten drei Jahrzehnte eher eine geringe Aufmerksamkeit zuteil. Da, wo die Frage nach den Lehrinhalten gestellt wurde, bewegen sich die Antworten und Konzepte im Rahmen der Berufspragmatik der Ausbildungsordnungen sowie der an einem wissenschaftsbezogenen Fachverständnis orientierten (Rahmen)Lehrpläne. Eine auf die Mitgestaltung der Arbeitswelt zielende Berufsbildung setzt jedoch eine Entschlüsselung des in der praktischen Berufsarbeit inkorporierten Wissens und eine Identifizierung der die berufliche Entwicklung herausfordernden Arbeitsaufgaben voraus. Die These, deren Plausibilität hier begründet wird, lautet, dass im Rahmen des entwicklungslogischen Paradigmas gezeigt werden kann, dass berufliche Kompetenz inhaltlich und in der Form der Aneignung nur in Korrespondenz der stufenweisen Herausbildung kompetenter Facharbeit vom Anfänger zur reflektierten Meisterschaft angemessen gelingen kann und dass es dazu einer berufswissenschaftlichen Qualifikationsforschung bedarf. Das Konzept einer entwicklungslogischen Lehrplanung, das am Beispiel eines integrierten Berufsbildungsplanes für den Kfz- Mechatroniker entwickelt wurde und in dem Beitrag dargestellt wird, stellt den Versuch dar, die didaktischen Prinzipien Wissenschaftsorientierung, Persönlichkeitsentwicklung und Praxisbezug in ein Modell der Curriculumentwicklung zu integrieren, das sich in das Konzept einer gestaltungsorientierten Berufsbildung einfügt. (BIBB2)