Die Nachfrage nach Bildung : Theorien und empirische Ergebnisse
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109168
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Duncker und Humblot
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Berlin
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Abstract
Demographische und konjunkturelle Entwicklungen, sich verändernde Qualifikationsanforderungen der Wirtschaft sowie Änderungen der Ausbildungsbedingungen üben einen Einfluss auf die Bildungsteilnahme von Schülern, Auszubildenden und Studenten aus. Seitens der Bildungspolitik besteht im Hinblick auf die Planung, Bereitstellung und Anpassung der Kapazitäten (Ausstattung mit Lehrern, Räumen, Finanz- und Sachmitteln) ein Informations- und Beratungsbedarf. Ausgehend von einer Analyse "klassischer" Bildungsplanungsmodelle versuchen die Autoren, einen theoretisch anspruchsvollen und empirisch leistungsfähigen Ansatz zur Erklärung des Bildungsverhaltens zu entwickeln. Sie unterscheiden zwischen Querschnitts- und längsschnittsorientierter Betrachtungsweise und beschäftigen sich schwerpunktmässig mit dem letztgenannten Aspekt. (BIBB) - - - In der Untersuchung werden theoretische und empirische Ansätze zur Erklärung des Bildungsverhaltens Jugendlicher entwickelt. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der zeitlichen Veränderung des Bildungsverhaltens. Zunächst werden drei Konzepte vorgestellt, die versuchen, die Determinanten der Bildungsnachfrage zu benennen und zu systematisieren. Daraus werden dann längsschnittorientierte Erklärungshypothesen der Bildungsnachfrage abgeleitet. Die anschliessende empirische Überrüfung der Hypothesen konzentriert sich auf die Nachfrage nach Hochschulbildung, den Übergang auf das Gymnasium und den Erwerb der Studienberechtigung ausserhalb der allgemeinbildenden Schulen. Dabei wird festgestellt, dass die Arbeitsmarktchancen und die Verdienstmöglichkeiten sowie das Haushaltsbudget den Übergang auf das Gymnasium, das Nachholen des Abiturs und die Studienfachwahl beeinflussen. Effekte des Bildungsniveaus der Eltern, des Umfangs der Studienförderung und der Jahrgangsstärke konnten dagegen nicht statistisch nachgewiesen werden. (IAB)