Meisterprüfung und ihre Nähe zur betrieblichen Praxis : Arbeits- und Geschäftsprozessorientierung im neuen Strukturentwurf für die Teile I und II der Meisterprüfung im Handwerk

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Abstract

"Berufliche Bildung bezieht sich auf und vollzieht sich zumindest teilweise in der betrieblichen Praxis. Dies wird auch am Beispiel des Handwerks deutlich: Berufliche Bildung wird im Handwerk neben der dualen Erstausbildung insbesondere mit der Entwicklung hin zur Meisterschaft verbunden. Diese Entwicklung vollzieht sich zu einem großen Anteil in betrieblichen Arbeitsprozessen, wird ergänzt über Vorbereitungskurse und kulminiert in einer Meisterprüfung, die das informelle, non-formale und formale Lernen in einen formalen Abschluss münden lässt. Die Meisterprüfungen im Handwerk bestehen aus vier Prüfungsteilen, wobei zwei Teile in gewerbespezifischen Meisterprüfungsverordnungen und zwei Teile für alle Gewerbe gleichlautend bundeseinheitlich geregelt sind. Zur besseren Vergleichbarkeit werden alle neu erlassenen Verordnungen für die gewerbespezifischen Teile nach einem einheitlichen Schema und mit Mindeststandards erarbeitet, die in dem so genannten "Strukturentwurf" formuliert sind. Das Forschungsinstitut für Berufsbildung im Handwerk (FBH) hat von 2012 bis 2016 mit Analysen und konzeptionellen Empfehlungen die Überarbeitung dieses Strukturentwurfs begleitet. Kernergebnis ist die Strukturierung der Prüfungsanforderungen anhand betrieblicher Arbeits- und Geschäftsprozesse. Dabei wurden für unterschiedliche Gewerbetypen mehrere Varianten des Strukturentwurfs entwickelt. Hierdurch werden Prüfungsanforderungen stärker auf die Bewältigung betrieblicher Praxis ausgerichtet. Ziel dieses Beitrages ist, den Weg zu einem neuen Strukturentwurf mit den Ergebnissen, den Analysen sowie den daraus folgenden konzeptionellen Überlegungen zu reflektieren." (Autorenreferat; BIBB-Doku)

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