Berufsausbildung in der DDR : zwischen Ausbildung und Auslese
item.page.bibb.id
114983
Loading...
Date
Authors
Journal Title
Journal ISSN
Volume Title
Publisher
Leske und Budrich
item.page.bibb.publisherplace
Opladen
item.page.bibb.participation
item.page.bibb.citedinbibb
item.page.bibb.researchfocus
item.page.bibb.reviewof
item.page.bibb.citationdr
Abstract
"Die Überwindung des dualen Systems der Berufsbildung in der DDR nach 1945 und die Ausbildungspflicht bzw. das Ausbildungsrecht für alle Jugendlichen sind die beiden zentralen Themen der Untersuchung. Ausgewertet wurden vor allem Quellen aus der DDR. Vorherrschend ist heute die Ausbildung der Jugenlichen in Grossbetrieben mit Ausbildungseinrichtungen wie Lehrwerkstätten und Betriebsschulen. Lehrpläne sind verbindlich, Grundlagenbildung und Grundberufe sind charakteristisch für eine auf technischen Fortschritt hin orientierte Ausbildung. Dieser institutionelle Vorteil kann aber in der Ausbildungspraxis nicht eingelöst werden. Die auf den ersten Blick vorteilhafte Einheitlichkeit des Bildungssystems vom Kindergarten bis zur Erwachsenenbildung produziert Schulversager und Eliten zugleich. Im Ausbildungssystem werden die angelegten Schullaufbahnen fortgeführt und positiv wie negativ verstärkt, so dass eine Qualifikationsschere entsteht. Die Hierarchie reicht von Grundberufsausbildung mit Abitur bis zu Teilausbildung für Hilfsschüler. Dieser Ausleseprozess sollte bei der 1987 in der Bundesrepublik begonnenen Neuordnung der Ausbildungsberufe gesehen werden, damit die Qualitätsverbesserung der Ausbildung für die einen nicht zugleich zu einer Verschlechterung der Situation für Problemgruppen führt, die in normale, d.h. anerkannte Berufe nicht mehr einbezogen werden können." (Autorenreferat)